Das Schützenwesen ist in Tirol schon lange verwurzelt, denn bereits unter Kaiser Maximilian I wurde den Tirolern mit dem Landlibell von 1511 das Tragen von Waffen gestattet. Dieses Landlibell war die Grundlage für alle späteren kaiserlichen Patentgesetze, sowie Zuzugs- und Schießstandordnungen bis zum Jahre 1804.
In der Zeit von 1805 bis 1814, als Tirol unter bayerischer Herrschaft war, wurde das Schießwesen wenig gepflegt und erst durch die Unterstützung des Wiener Hofes mit der Schießstandordnung vom 23. Dezember 1845 gelangte das Schützenwesen wieder zu einer Hochblüte. Besonders nach der Thronbesteigung von Kaiser Franz Joseph I im Jahre 1848 wurde das Schützenwesen in Tirol gefördert - Kaisergaben.
Nach dem Ersten Weltkrieg mussten die Schießstände zunächst ganz aufgelassen werden - Friede von Saint Germain und erst 1925/26 konnte in den Gemeinden der Schießbetrieb in bescheidenem Umfang aufgenommen werden - zu sportlichen Zwecken.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, noch während der französischen Besatzungszeit, kam es zur Gründung des Tiroler Landesschützenbundes (17. Jänner 1948 unter dem Namen Tiroler Sportschützenverband) und des Bundes der Tiroler Schützenkompanien (1950). Auch die alte Tradition vom Tiroler Landesschießen wurde bereits 1950 wieder aufgenommen.
1963, 1979 und 1996 wurden in Innsbruck die Österreichischen Bundesschießen vom TLSB ausgerichtet. Die Landesschießen gab es schon zur Zeit der Landesfürsten und es konnte jedermann, ganz gleich ob Bürger, Bauer oder Edelmann , daran teilnehmen - die Preise für diese Freischießen spendete der jeweilige Landesfürst.